Interview
Wie wird man F1 Safety Car Fahrer oder anders formuliert wie kam es dazu, dass Sie F1 Safety Car Fahrer geworden sind?
Im Jahr 2000 war die FIA (Federation Internationale de l’Automobile) auf der Suche nach einem neuen F1 Safety Car Fahrer. Wie es der Zufall so wollte wurde ich aufgrund dessen beim Großen Preis in San Marino von den Verantwortlichen angesprochen, ob ich nicht Lust hätte diesen Job zu übernehmen. Natürlich waren mein bisheriges seriöses Vorleben auf der Rennstrecke und meine Kenntnisse als langjähriger hauptberuflicher Rennfahrer ein Pluspunkt für diese Entscheidung, ohne die ich sicherlich nicht in die enge Auswahl gekommen wäre. Einen besonderen Test oder ähnliches gibt es nicht, um diesen Beruf auszuführen.
Kann man diesen Beruf erlernen?
Die Regeln nach denen ein Saftey Fahrer handeln muss sind sicherlich zu erlernen, dennoch hat man keine Chancen als „Neueinsteiger“ in dieses Berufsbild hineinzurutschen. Wie ich oben schon erwähnt habe, ist eine langjährige Rennfahrerkarriere zwingend notwendig.
Ist dies eine Art Traumberuf?
In Verbindung mit meinen vielen anderen Tätigkeiten: JA!
Wie anstrengend ist der Beruf?
Wenn es nicht gerade 40 Grad Außentemperatur hat ist es rein physisch gesehen erträglich, der eigene Körper sollte dennoch fit sein. Ich halte mich mit Joggen fit.
Kennen Sie alle F1 Fahrer persönlich?
Ja sicherlich, den einen mehr, den anderen weniger.
Hatten Sie schon einmal Angst in einer brenzligen Situation oder spielt die Angst immer eine Rolle?
Generell sollte man vor seinen eigenen Entscheidungen und Taten immer Respekt haben. Angst hatte ich als Safety Car Fahrer und auch als Rennfahrer noch nie.
Was liegt der Unterschied zwischen den beiden Berufen Safety Car Fahrer und Rennfahrer?
Man kann als Safety Car Fahrer keine Rennen mehr gewinnen.
Welches ist Ihre Lieblingsstrecke oder gibt es so etwas nicht?
Die schönste Strecke überhaupt für mich ist die Nordschleife am Nürburgring. Ansonsten gefällt mir die Strecke in SPA auch sehr gut.
